Kartoffelgratin

So gelingt dir das perfekte Gratin

Wie dünn müssen Gratin-Kartoffeln sein? Welche Konsistenz sollte die Sauce haben? Welche Kräuter und Gewürze passen besonders gut dazu? Und welcher Käse eignet sich am besten zum Überbacken? Wir verraten Tipps und Tricks rund ums Gratinieren.

Wie gratiniert man richtig? Die wichtigsten Schritte

Wenn es draußen kühler wird, gibt es wohl kaum etwas Schöneres als ein herzhaft gewürztes Gemüsegratin, das seinen leckeren Duft in der ganzen Wohnung verströmt. Damit es genauso gut schmeckt, wie es riecht, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt.

Fangen wir bei der Auflaufform an: Sie sollte möglichst groß und flach sein, sodass sich die Zutaten dünn schichten lassen und möglichst viel Fläche für die Kruste vorhanden ist. Da ein Gratin in der Regel nur kurz in den Ofen kommt, solltest du das Gemüse in feine Scheiben schneiden – optimal sind drei Millimeter, was sich gut mit einem Gemüsehobel erreichen lässt. Kartoffeln garst du am besten vor, da sie eine längere Garzeit haben als beispielsweise Zucchini.

richtig Gratinieren
Die perfekte Sauce zum Gratin

Die beste Gratinsauce ist eine Mischung aus Sahne, Milch, Salz, Pfeffer und Muskatnuss – ein echter Klassiker, der besonders toll zu Kartoffeln schmeckt! Einen neuen Dreh verleihst du deinem Rezept mit verschiedenen Gewürzen und getrockneten Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Paprika oder Cayennepfeffer.

Ordne dein Gemüse in einer gefetteten Form an und übergieße es mit Sahnesauce, sodass im Ofen alles schön saftig bleibt. Tipp: Das Verhältnis von Gemüse zu Sauce sollte etwa drei zu eins betragen.

Nun kommt das Beste: der Käse! Für ein tolles Aroma und eine unwiderstehliche Kruste sorgen Edamer, Allgäuer Bergkäse, Emmentaler und Greyerzer. Schiebe dein Gratin zunächst bei 200 Grad Celsius Umluft auf der mittleren Schiene in den Backofen und schalte für die letzten fünf Minuten die Grillfunktion ein. Allerdings solltest du dein Gratin dann genau im Auge behalten, damit nichts anbrennt.

Sauce zum Gratin
Gibt es einen Unterschied zwischen Auflauf und Gratin?

Ja, den gibt es! Genauer gesagt ist das Gratin eine spezielle Form des Auflaufes, bei dem die Zutaten in der Form geschichtet und mit Käse oder Semmelbröseln überbacken werden. Der Auflauf beschreibt in der Regel Gerichte, bei denen alle Zutaten gemeinsam im Ofen gegart werden, das Wort Gratin leitet sich vom französischen Verb „gratiner“ (überbacken) ab.

Kartoffelgratin: Köstlicher Klassiker aus dem Ofen

Ein absoluter Klassiker der französischen Küche: Gratin dauphinois! Dahinter verbirgt sich nichts weiter als ein perfektes Kartoffelgratin mit würzigem Knoblauch, geriebener Muskatnuss, cremiger Sahne und knuspriger Käsekruste. Die besten Dinge sind eben manchmal ganz simpel. Tipp: Die Sahne vorher kurz mit Lorbeer, Nelke, Salz, Pfeffer und Muskatnuss köcheln. So wird sie aromatischer.

Bei der Rezeptur gilt: Der Geschmack entscheidet! Je nach Vorliebe können vorwiegend festkochende oder festkochende Kartoffeln verwendet werden, die entweder roh in hauchdünnen Scheiben oder vorgegart in etwas dickeren Scheiben gratiniert werden. Für Abwechslung im Kartoffelgratin sorgen verschiedene Gemüsesorten wie Möhren, Kürbis, Süßkartoffeln, Zucchini, Kohlrabi, Sellerie, Rosenkohl, Blumenkohl oder Brokkoli. Und dazu? Ein knackiger Salat und frisches Brot machen das Kartoffelgratin zum Mittelpunkt auf dem Teller und runden es geschmacklich ab!

süßer Auflauf

Süße Aufläufe mit Grieß und gebackenem Obst

Wer hat eigentlich gesagt, dass Aufläufe immer herzhaft sein müssen? Ein Grießauflauf mit Äpfeln, Mandelblättchen, Vanille und Zimt oder überbackene Feigen mit Ziegenkäse, getrocknetem Rosmarin und Honig (wer mag, kann das Ganze noch mit Speck umwickeln) machen nicht nur satt, sondern auch richtig glücklich. Von Beeren über Steinobst bis hin zu Bananen eignet sich beinahe jede Frucht für Aufläufe – in Kombination mit cremigem Quark und Grieß lassen sich mit wenig Aufwand leckere Desserts zaubern.

Herbstlicher Apfel-Zimt-Auflauf

400 Gramm Äpfel (zum Beispiel Boskoop) waschen, vierteln, entfernen, in Spalten schneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Nun 750 Gramm Quark (40 Prozent Fett), 100 Gramm Weichweizengrieß, drei Eigelb, 125 Gramm Zucker, ein halber Teelöffel Vanillemark, ein Teelöffel Zimt und eine Prise Salz verrühren. Äpfel untermischen. Drei Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben. Masse in eine Auflaufform geben und im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze) für 50 bis 60 Minuten backen. Herausnehmen und mit einer Zucker-Zimt-Mischung bestreuen.