Reife Kürbisse erkennen und zubereiten

Ob Butternuss oder Hokkaido, ob im Ofen gegart, püriert als Suppe oder für Babybrei: Kürbis ist ein vielseitiges Herbstgemüse. Doch wie erkennt man einen reifen Kürbis? Wie lange kann man ihn lagern? Und welche Sorte muss geschält werden? Hier beantworten wir dir diese Fragen.

Der Spätsommer ist angebrochen, der Herbst naht und überall leuchten einem die orangenen Hokkaido-Kürbisse entgegen. Seit Jahren feiern Kürbisse ein echtes Revival!

Welche Kürbissorten gibt es?

Angeblich gibt es rund 800 Kürbissorten. Die beliebtesten hierzulande sind Butternuss und Hokkaido. Doch es gibt auch ausgefallene Sorten wie Türkenturban, Sweet Dumpling und Baby Bear. Nicht zu vergessen: der Zierkürbis, der vor allem an Halloween zum Einsatz kommt, jedoch nicht für den Verzehr bestimmt ist.

Schon gewusst?

Kürbis ist – zumindest botanisch gesehen – eine Beere. Warum? Alle Früchte, deren Kerne frei im Fruchtfleisch liegen, zählen für Botaniker zu den Beerengewächsen. So ist es auch beim Kürbis – mit bis zu 600 Kilogramm sozusagen die Größte unter den Beeren.

Butternuss-Kürbis

Ob roh oder gegart – der Butternusskürbis ist ein Allrounder und hat, wie es der Name schon verrät, einen leicht buttrig-nussigen Geschmack. Bis zu zwei Kilo Gewicht erreicht diese Sorte, die nur wenig Kerne und dafür viel Fruchtfleisch besitzt. Butternusskürbisse eignen sich zum Backen, zum Braten sowie für Suppen, Salate und Aufläufe. Allerdings muss die Schale vor der Zubereitung entfernt werden. Am besten geht dies mit einem Sparschäler.

Hokkaido-Kürbis

Der Hokkaido-Kürbis ist – wenn man so will – die „eierlegende Wollmilchsau“ in der Küche. Denn er ist vielseitig einsetzbar, sowohl herzhaft als auch süß, in Form von Suppe oder auch als Kürbis-Pommes. Das Allerbeste: Er muss nicht geschält werden. Nur gründliches Waschen ist Pflicht. Mit ihrem Geschmack erinnern Hokkaido-Kürbisse an leckere Maronen und sind daher die beste Wahl für süße amerikanische Kürbiskuchen und ideal für Suppen und Eintöpfe.

Kürbispommes selber machen

Superschnell, lecker und leicht: Wir haben eine tolle Pommesalternative aus Kürbis für euch! Dazu einfach einen halben Hokkaido-Kürbis ungeschält in ungefähr einen Zentimeter dicke Streifen schneiden, auf einem Backblech verteilen und etwas Speiseöl darübergeben. Mit Salz und Gewürzen wie Paprika rosenscharf, Curry und Kurkuma nach Geschmack verfeinern – und schon nach etwa 25 Minuten bei 200 Grad Celsius erwarten dich leckere Kürbispommes. Wer will da noch zur nächsten Frittenbude rennen?

Wann sind Kürbisse reif?

Klopf, klopf: Um festzustellen, ob ein Kürbis reif ist, kann man – wie auch bei der Wassermelone (Verlinkung) – eine Klopfprobe vornehmen. Klingt der Kürbis hohl, ist er reif.

Diese Gewürze passen zu Kürbissen

So vielseitig Kürbisse sind, sie können auch mit einer ganzen Reihe von Gewürzen abgeschmeckt werden. Kürbisse vertragen sich gut mit Curry, Paprika edelsüß und rosenscharf, mit Cayennepfeffer und Ingwerpulver. Für die süße Küche, beispielsweise für die Füllung von Pumpkin Pie (ein klassischer amerikanischer Nachtisch im Herbst), können etwas geriebene Muskatnuss, Zimt und fein gemahlenes Nelkenpulver eingesetzt werden. Gebackener Ofenkürbis schmeckt toll mit italienischen Kräutermischungen.

Lagerung und Einfrieren von Kürbissen

Prinzipiell können Kürbisse bis zu sechs Monate aufbewahrt werden, sofern sie kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Ist ein Kürbis angeschnitten, muss er im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb einer Woche verbraucht werden. Wer lange etwas von einem Kürbis haben möchte, kann die Stücke in Salzwasser kochen und einfrieren. Für Püree, Babybrei oder Kuchen bietet es sich an, den Kürbis bereits püriert und portioniert einzufrieren.