Bratapfel mal anders: Drei leckere Variationen

Liebst du es auch, mit kleinem Aufwand große Wirkung zu erzielen? Dann liegst du mit dem Bratapfel goldrichtig. Der Klassiker lässt sich mit wenigen gekonnten Handgriffen zubereiten. Und er schmeckt nicht nur traditionell mit Mandelsplittern und Rosinen – wir zeigen drei Variationen.

  1. So gelingt dir der Bratapfel
  2. Eine klassische Variante mit Mandelsplittern und Rosinen
  3. Herzhafter Bratapfel mit Couscous und Ziegenkäse
  4. Grieß-Auflauf à la Bratapfel

So gelingt dir der Bratapfel

Los geht’s: Das Vorgehen ist bei allen Füllungen zunächst gleich. Zuerst schneidest du den „Deckel“ des Bratapfels mit einer Breite von rund zwei Zentimetern ab. Leg ihn beiseite, denn nach der Füllung wird der Apfel damit wieder verschlossen. Das Kerngehäuse wird mit einem Ausstecher entfernt. Aber: Nicht bis auf den Boden durchstechen – schließlich soll die Füllung beim Backen ja nicht unten auslaufen. Danach wird der Apfel mit einem Messer oder Küchenschäler ausgehöhlt. Sei vorsichtig und nimm nicht allzu viel weg, denn der Apfel ist letztlich unser stabiles Gefäß.

Welcher Apfel eignet sich für Bratapfel?

Als idealer Bratapfel eignet sich die Sorte Boskop. Der Apfel sollte möglichst über 200 Gramm wiegen. Ein Boskop ist saftig und schmeckt recht säuerlich. Das passt, denn wir arbeiten mit vielen süßen Zutaten – somit bietet der Apfel einen angenehmen Kontrast.

Eine klassische Variante mit Mandelsplittern und Rosinen

Neben Zucker und Zimt machen sich in einem Bratapfel-Klassiker auch Mandelsplitter und Rosinen sehr gut. Für vier Äpfel brauchst du rund 50 Gramm Mandelblättchen oder -splitter, ebenso viel Butter, drei Esslöffel Zucker, einen halben Teelöffel Zimt, etwas Kardamom und so viele Rosinen wie du magst. Die Butter (Zimmertemperatur) vermengst du mit Zucker, Zimt und Kardamom. Kräftig rühren. Am Ende gibst du die Mandelsplitter dazu, die du vorher in einer Pfanne ohne Fett kurz angeröstet hast.

Bevor du die Äpfel mit der köstlichen Paste füllst, streichst du eine ofenfeste Form mit etwas Butter aus. Hier platzierst du die vier Äpfel, füllst sie mit Hilfe eines Teelöffels mit der vorbereiteten Füllung, bis sie prall gefüllt sind. Diese Füllung ist bereits süß – noch nicht süß genug für dich? Du kannst noch etwas Honig oder Agavendicksaft drüber träufeln. Im vorgeheizten Backofen garen die Prachtexemplare bei 180 Grad etwa 25 bis 30 Minuten.

Herzhafter Bratapfel mit Couscous und Ziegenkäse

Wer es lieber herzhaft mag, für den bietet sich eine leckere Variante mit Couscous und Ziegenkäse an: Für vier Portionen benötigst du 80 Gramm Couscous, 30 Gramm Walnusskerne, 100 Gramm Ziegenfrischkäse, zwei rote Zwiebeln – etwas Zimt, Pfeffer und Chiliflocken.

Im ersten Schritt bereitest du den Couscous zu: Gib es mit einer Prise Salz in eine Schüssel und gieße mit kochendem Wasser auf. Das Ganze sollte sechs bis acht Minuten quellen. Währenddessen kannst du die Zwiebeln schneiden und in etwas Butter andünsten. Auch die Walnüsse hackst du schön klein und wirfst sie kurz in die Zwiebelpfanne. Den Couscous lockerst du mit einer Gabel etwas auf und gibst ihn nach zwei bis drei Minuten in die Pfanne. Vermische alles, füge eine Messerspitze Zimt, etwas Pfeffer und einige Chiliflocken hinzu. Ach ja – manche mögen Rosinen im Couscous.

 

Die fertige Couscous-Mischung füllst du in die vorbereiteten Äpfel. Den Ziegenkäse zerbröselst du und streust ihn über die backbereiten Äpfeln. Bevor du nun den Deckel drauflegst, solltest du noch einen Esslöffel Olivenöl über das Kunstwerk verteilen. In der eingefetteten Auflaufform benötigt die Köstlichkeit bei 180 bis 200 Grad nun 25 bis 30 Minuten.

Grieß-Auflauf à la Bratapfel

Eine weitere Abwandlung des klassischen Rezepts wäre ein weihnachtlicher Bratapfel-Grieß-Auflauf. Im Falle von drei Äpfeln benötigst du einen halben Liter Milch, eine Zimtstange, einen Sternanis, eine Tonkabohne, zwei Teelöffel Lebkuchengewürz, ein Päckchen Vanillezucker, fünf Esslöffel Weizengrieß, etwa 60 Gramm Rosinen, die gleiche Menge Zucker, ein Ei, 100 Gramm Magerquark, 2 Esslöffel Mandelblättchen, etwas Zimt und Zucker zum Bestreuen. Außerdem noch einen Schuss Bittermandelöl.

Zunächst musst du dich auf die Milch konzentrieren, die du leicht erwärmst. Gib unterdessen Zimtstange, Sternanis, Tonkabohne hinzu und lasse das Ganze zehn bis 15 Minuten ziehen. Dann entfernst du die Gewürze wieder, kochst die Milch auf und gibst unter Rühren den Grieß sowie Lebkuchengewürz und Vanillezucker hinein. Nochmals ganz kurz aufkochen und dann runter vom Herd. Jetzt Rosinen, Apfelreste, Bittermandelöl und Zucker hinzugeben und die köstliche Masse abkühlen lassen.

Nun kommt der Magerquark ins Spiel: Trenne Eiweiß und Eigelb und vermische das Gelbe mit dem Quark. Das Eiweiß schlägst du mit dem Handmixer schnell steif. Die Quarkmasse rührst du nun in den Grieß, anschließend wird auch das Eiweiß untergehoben. So wird alles schön fluffig. Die ausgehöhlten Äpfel warten schon in der Backform – du füllst und übergießt sie komplett mit der Grieß-Quark-Kombination. Bevor dein Auflauf bei 200 Grad in den Ofen ca. 40 bis 45 Minuten in den Ofen kommt, streust du etwas Zucker und Zimt drüber. Kein Scherz: Bei nasskaltem Winterwetter entfaltet sich der Genuss gefühlt besonders gut. Mmmh – wie das schon duftet…