So verwendest du Kardamom

Neben Vanille, Zimt und Nelken gehört Kardamom hierzulande zu den beliebtesten Weihnachtsgewürzen. Das Gewürz ist beispielsweise eine Zutat für Spekulatius, Lebkuchen oder Pfeffernüsse. Aber nicht nur Süßem verleiht Kardamom eine ganz besondere Note. Wie das Gewürz sonst noch verwendet werden kann, erfährst du hier.

Kardamom gehört zur Familie der Ingwergewächse. Zur Gewürzherstellung werden aber nicht die scharfen Knollen, sondern nur die Fruchtkapseln verwendet. Diese gibt es in Schwarz, Grün und Weiß – wobei Grüner Kardamom am gängigsten und aromatischsten und der Weiße sehr selten und schwer zu bekommen ist.

 

Von Spekulatius bis Curry: Würzen mit Kardamom

Der süßlich-scharfe Geschmack von Kardamom erinnert an Eukalyptus. Auch deshalb wird er gerne in der Weihnachtszeit für Plätzchen und Süßspeisen verwendet. Kardamom passt aber auch toll zu herzhaften Curry-Gerichten oder Broten – und zwar das ganze Jahr über.

In arabischen Ländern wird das Gewürz traditionell mit Kaffee gemischt – eine Kombination, die köstlich duftet und dem Heißgetränk eine feurige Note verleiht. Neugierig? Einfach 350 Milliliter Wasser mit einem Teelöffel Zucker in einem kleinen Topf aufkochen, einen halben Teelöffel gemahlenen Kardamom und zwei Teelöffel gemahlenen Kaffee hinzugeben, kurz weiterköcheln lassen und in einen Becher füllen. Passt perfekt zu Plätzchen und arabischem Dattelkonfekt!

 

Darum ist Kardamom teuer

Nach Vanille und Safran ist Kardamom das teuerste Gewürz der Welt. Das liegt daran, dass die Fruchtkapseln per Hand gepflückt werden müssen ­– und zwar in dem kurzen Zeitraum bevor sie aufspringen und ihre Samen verlieren. Diese aufwändige Ernte ist der Grund für den hohen Preis.

Kochen und backen mit Kardamom: Kapseln oder Pulver?

Der charakteristische Geschmack von Kardamom steckt vor allem in den ätherischen Ölen der Samen. Diese verflüchtigen sich sehr schnell, sobald sie mit Luft und Licht in Kontakt kommen. Am besten ist es deshalb, frische Kardamomkapseln zu verwenden. Die Hülsen wirken nämlich wie ein natürlicher Aromaschutz und können zu Hause ganz leicht per Hand geöffnet werden.

Einmal herausgelöst, können die Samen dann entweder im Ganzen mitgegart oder im Mörser zerstoßen werden. Wer sich etwas Arbeit sparen möchte, kann auch Kardamompulver verwenden. Das schmeckt nicht ganz so intensiv wie die frischen Samen, ist aber trotzdem sehr aromatisch und unkomplizierter in der Handhabung.