Das womöglich älteste Gewürz der Welt

Cumin

Cumin, auch bekannt als „Kreuzkümmel“, ist ein Doldenblütler, dessen getrocknete Früchte ein äußerst schmackhaftes Gewürz abgeben. Trotz des zweiten Namens haben Kümmel und Cumin allerdings nur gemeinsam, dass sie aus der gleichen Pflanzenfamilie stammen.

Wie schmeckt Cumin?

Das würzig, bittersüß und holzig-erdig riechende Gewürz schmeckt zitronig-frisch und ähnlich wie Kampfer. Ebenso ist Cumin leicht süßlich, gleichzeitig herb, trägt ein röstiges Aroma und ist ein wenig scharf – ohne dabei jedoch an Pfeffer denken zu lassen. Man kann sagen: Der Geschmack von Cumin ist so intensiv, dass er unverwechselbar ist. Wer ihn kennt, wird ihn nicht vergessen – im positiven Sinn.

Einzig den Geruch empfinden manche Menschen tatsächlich als etwas unangenehm. Die Sache hat aber auch sein Gutes: Schon in frühen Zeiten wurden damit Mücken vertrieben. Könnte heute also auch noch funktionieren!

Warum heißt Cumin eigentlich „Kreuzkümmel“, wenn er gar nicht nach Kümmel schmeckt? Beide sind zwar botanisch verwandt, unterscheiden sich aber erheblich im Geschmack. Tatsächlich ist bis heute nicht wissenschaftlich geklärt, warum Cumin auch Kreuzkümmel genannt wird.

Wie würze ich mit Cumin?

Cumin ist eines der wichtigsten Gewürze der indischen Küche, das als ganze Früchte oder gemahlen verwendet werden kann. Die getrockneten Früchte sollten vor ihrem großen Einsatz in einer Pfanne trocken geröstet werden, bis sie anfangen zu duften – so entfaltet sich ihr komplettes Aroma. Im Anschluss können die Früchte gemörsert oder gemahlen werden.

Frischer, gemahlener Cumin schmeckt am intensivsten. An alle, die zum ersten Mal mit Kreuzkümmel in der Küche hantieren: Wegen seines starken Aromas sollte das Gewürz nur sparsam eingesetzt werden. Hier ist also Vorsicht gebeten, damit es die geladenen Gäste nicht von ihren Küchenstühlen haut.

Ganz schön alt: Im heutigen Irak wurde Cumin gefunden, das aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. stammt. Forscher entdeckten die Cuminfrüchte als Grabbeigaben auch in alten ägyptischen Pharaonengräbern. Sogar im Alten Testament findet die Kulturpflanze Erwähnung. Historiker schätzen deshalb, dass Cumin eines der ältesten Gewürze der Welt ist. Angebaut wird Cumin heute vor allem in heißen Ländern wie Indien, China und der Türkei.

Wozu passt Cumin?

Der angenehm frische und scharf-aromatische Geschmack von Cumin passt gut zu:

  • allen indischen, arabischen und asiatischen Gerichten wie Chutneys, Couscous oder der indonesischen Reistafel
  • Eintöpfe, Chili con Carne
  • Geflügel Lamm, Schmorstücken vom Rind, Wurst aus Schwein, Grillgut
  • Kohlgerichten
  • Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen, Kichererbsen
  • gegrilltem Gemüse
  • Brot, Fladenbrot
  • gegrilltem, gebratenem oder gekochtem Fisch und Meeresfrüchten