Gestatten, scharf. Superscharf.

Chili

Tausende Chilisorten und nur ein Ziel: die Welt ein bisschen schärfer machen. So könnte man die Wirkung von Chili zusammenfassen, denn die kleinen, meist roten Schoten haben es in sich. Und zwar nicht irgendwas, sondern Capsaicin – den stärksten Scharfmacher im Gewürzreich.

  1. Wie schmeckt Chili?
  2. Wie würze ich mit Chili?
  3. Wozu passt Chili?

Wie schmeckt Chili?

Es gibt fruchtige Chilisorten, aber auch rauchige Chilis mit leicht süßem Aroma. Sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: die Schärfe. Schuld am pikanten, brennenden Geschmack ist das Capsaicin, das vor allem in den Samen und Trennwänden der Schoten steckt und auch in den getrockneten Varianten vorkommt. Dieses kann anhand der Scoville-Skala gemessen werden. Die nach Wilbur Scoville benannte Einteilung bewertet zum Beispiel eine gewöhnliche Paprika mit einer Null, wohingegen eine Jalapeño-Chili einen Wert von bis zu 8.000 erreicht. Reines Capsaicin liegt bei einem Wert von 16 Millionen Scoville.

Eine verrückte (aber nicht nachahmenswerte) Art, verschiedene Chilisorten zu testen, ist übrigens das japanische Chili-Roulette, bei dem eine von zehn Chilis eine unfassbar scharfe Shishito ist.

Wie würze ich mit Chili?

Vorsichtig! Ganz gleich, ob frische Chilischote, getrocknete Chiliflocken oder gemahlenes Chilipulver (auch als Cayenne bekannt): Wir empfehlen bei der Verwendung Einweghandschuhe, die dich davor schützen, das brennende Capsaicin auf die Hände zu bekommen. Von dort aus könnte es schnell weiterverteilt werden. Und wenn es etwas gibt, das du bei Chilis unbedingt vermeiden solltest, dann ist das der Kontakt mit deinen Augen oder Schleimhäuten, da dies zu schlimmen Reizungen führen kann. Achtung: Chiliflocken entfalten ihre Schärfe im Gericht erst nach und nach. Sollte das Gericht trotz aller Vorsicht zu scharf geraten sein, hilft zur Milderung Milch oder Joghurt, da Chili fettlöslich ist.

Wozu passt Chili?

Zum Aroma von Chili passt alles, was einen zusätzlichen, scharfen Kick verträgt:

  • Pikante Aufstriche, Dips
  • Grillmarinaden, Grillsaucen
  • Pastagerichte
  • Ragouts (vor allem mit Schwein, Rind)
  • Eintöpfe, Suppen
  • Wok-Gerichte
  • Desserts wie Schokoladenmousse