Bärlauch
Der bärenstarke Frühlingsbote

Bärlauch

Immer der Nase nach: Wenn es im Wald nach Knoblauch duftet, ist die Frühjahrsküche nicht weit. Von März bis Mitte Mai nämlich hat Bärlauch Saison und verströmt den scharf-würzigen Geruch, der an einen seiner nahen Verwandten denken lässt. Der große Vorteil von Bärlauch: Er hinterlässt weniger strengen Geruch bei denjenigen, die ihn in der Küche verwenden.

  1. Wie schmeckt Bärlauch?
  2. Wie würze ich mit Bärlauch?
  3. Wozu passt Bärlauch?

Wie schmeckt Bärlauch?

Wegen seines Knoblaucharomas und weil er sich im Schatten unter Laubbaumgruppen am wohlsten fühlt, wird das Lauchgewächs Bärlauch auch „Waldknoblauch“ genannt. Seine würzigen Blätter sind überraschend scharf und zugleich frühlingshaft frisch. Nicht nur der Geruch, auch der Geschmack von Bärlauch ähnelt dem von Knoblauch – wobei die waldige Wildkräuterpflanze weniger intensiv schmeckt als die artverwandte weiße Knolle.

Sobald die Blüte einsetzt, verlieren die Bärlauchblätter an Aroma. Allerdings sind auch die Blüten und die Zwiebel essbar.

Was haben Bärlauch und Maiglöckchen gemeinsam?

Ziemlich viel – denn beide Pflanzen sehen sich sehr ähnlich. Damit beim Waldspaziergang und Bärlauchsammeln keine giftigen Verwechslungen passieren, hier ein paar Tipps zum Auseinanderhalten. Bist du dir aber unsicher, verzichte lieber auf das Sammeln in freier Natur und greife zur ebenfalls aromatischen gefriergetrockneten Variante.

  1. Schnupperprobe am Blatt: Riecht es nach Knoblauch, ist es Bärlauch.
  2. Die Unterseite der Bärlauchblätter ist eher matt, Maiglöckchenblätter glänzen.
  3. Bärlauchblätter wachsen in einzelnen Stängeln aus dem Boden, beim Maiglöckchen wachsen immer zwei Blätter an einem Stängel
  4. Bärlauchblüten sind sternenförmig, Maiglöckchen sind – der Name kündigt es an – glockenförmig. Allerdings wird Bärlauch mit beginnender Blüte meist nicht mehr gesammelt.

Wie würze ich mit Bärlauch?

Das Wildkraut schmeckt frisch und würzig – solange es nicht zu stark erhitzt wird. Damit Bärlauch seine Aromen nicht verliert, sollte er also nicht mitgekocht werden. Seine beste Figur gibt er ab, wenn er roh und kleingeschnitten oder als gefriergetrocknetes Gewürz unter Gerichte gemischt oder darüber gestreut wird.

Schon gewusst? Der Name Bärlauch soll tatsächlich vom Bären abstammen. Schon die alten Römer nannten das Wildkraut „Bärenknoblauch“. Warum das so ist, darüber gibt es diverse Legenden. Eine besagt, dass kräftige Würz- und Heilpflanzen gerne nach Bären benannt wurden, da diese ein Symbol für Stärke sind. Einer anderen Geschichte zufolge kam die Pflanze deshalb zu ihrem Namen, weil sich Bären nach dem Winterschlaf zuerst an dem frühreifen Bärlauch satt essen, um wieder zu Kräften zu kommen.

Wozu passt Bärlauch?

Der knoblauchartige und scharfe Geschmack von Bärlauch passt gut zu:

  • Suppen und Eintöpfen
  • Dip-Saucen, Kräuterbutter, Pesto
  • Salaten
  • Fleisch und Fisch