Sauerbraten einfach selber machen

Ein Klassiker: Sauerbraten steht ganz oben auf der Liste deutscher Lieblingsgerichte. Verschiedene Bundesländer streiten um die Ehre, diesen Stern am Bratenhimmel erfunden zu haben. Und noch dazu ist er wunderbar für Bratenneulinge geeignet. Trau dich: Die Zubereitung ist herrlich einfach, solange ein paar Grundregeln beachtet werden.

  1. Welches Fleisch eignet sich für Sauerbraten?
  2. Sauerbraten einlegen: Plane etwas Ruhezeit ein
  3. Welche Sauce passt zum Sauerbraten?
  4. Passende Beilagen zum Sauerbraten

Was macht Sauerbraten eigentlich so lecker? Wie wird das Fleisch so herrlich mürbe, welche Sauce passt dazu? Wir lüften das Geheimnis des heißgeliebten Sonntagsessens. Ran an den Braten!

Welches Fleisch eignet sich für Sauerbraten?

Besonders gut gelingt Sauerbraten mit einem guten Stück Rindfleisch aus der Keule oder Schulter. Etwa eineinhalb Kilo sollten es für einen schönen Sonntagsbraten schon sein. Metzger helfen bei der Auswahl. Hier kannst du außerdem eine gute Fleischqualität erwarten – und das ist die Grundvoraussetzung für ein leckeres Ergebnis.

Sauerbraten einlegen: Plane etwas Ruhezeit ein

Ab in den Ofen? Noch nicht. Etwas Vorlauf muss bei einem Sauerbraten eingeplant werden. Erst einmal badet das Fleisch nämlich in aller Ruhe in einer delikaten Mischung aus 150 Milliliter Essig, einer Flasche Rotwein und vielerlei Gewürzen wie Pfeffer, Piment, Lorbeerblättern, Wacholderbeeren und Gewürznelken. Diese Mischung wird zunächst aufgekocht und muss dann vollständig auskühlen. Danach kommt der Braten hinein. Dabei sollte er ganz von der Flüssigkeit bedeckt sein. Nun heißt es: Geduld haben. Denn fünf bis sechs Tage sollte das Fleisch reifen. Wo? Am besten im Kühlschrank.

Doch was passiert in dieser Zeit? Ganz einfach: Die Essigsäure zersetzt die Fleischfasern und geht zähem Bindegewebe und Sehnen an den Kragen. Das Fleisch wird dadurch leicht mürbe und kann den Geschmack von Wein und Gewürzen besser aufnehmen. Außerdem bleibt der Braten durch die aufgenommene Flüssigkeit nach dem Garen schön saftig.

Welche Sauce passt zum Sauerbraten?

Wer hätte das gedacht? Die rheinische Saucenvariante für Sauerbraten enthält neben Beize, Röstgemüse und Zwiebeln auch süße Komponenten wie Rosinen, Lebkuchen oder Rübensirup. Diese Kombination macht sie zum perfekten geschmacklichen Partner des säuerlichen Bratens. In unserem Rezept findest du eine Anleitung dafür.

Passende Beilagen zum Sauerbraten

Du suchst passende Begleiter zu diesem beliebten Sonntagsbraten? Ganz klar: Klöße! Der fluffige Kartoffelteig kann die Sauce wunderbar aufnehmen und passt geschmacklich bestens. Noch dazu etwas Rotkohl und ein leckeres Trio ist komplett. Wem Klöße zu aufwendig sind, kann aber genauso gut auch Spätzle, Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree auftischen.

Wer hat’s erfunden?

Bei dieser Frage herrscht große Uneinigkeit. Schwaben, Sachsen, Franken und Westfalen beanspruchen die kulinarische Erfindung für sich. Doch bei einer Sache ist man sich einig: Ursprünglich wurde Sauerbraten aus Pferdfleisch zubereitet. Heutzutage wird für das Gericht allerdings in der Regel Rindfleisch verwendet – so wie in unserem Rezept.