Mäusebein und Krötendreck,
fertig ist der Tisch gedeckt,
Hex, hex...
Was heißt hier Hexe?
Heute sind Hexen ja mehr Thema für die Kinderstunde. Bibi Blocksberg, Hexe Lilli oder die kleine Hexe kommen auf CD oder DVD ins Haus. Früher gab es aber Frauen, die viel von der Natur wussten und diese wurden oftmals als Hexe bezeichnet. Richtig zaubern konnten die natürlich nicht, aber helfen und heilen mit Pflanzen. Das war vielen Leuten aber gar nicht geheuer und so glaubte mancher, dass hier Zauberei, oder besser Hexerei im Spiel sei.
Hexenkraut und Zauberwurz
Auf Feld und Wiese oder auch im Wald sammelten die Frauen dann ihre Heilpflanzen. Hierzu gehörten auch Eisenkraut und Mistel, aber auch Wacholder oder Petersilie. Genauso gerne wurden Kräuter und Gewürze in der Küche eingesetzt. So wurde viel mit heimischen Wildkräutern und Würzpflanzen gekocht und gebacken.
Wer isst schon Mäusebein?
Wenn Ihr selber mal ausprobieren wollt, wie früher so gekocht und gebacken wurde, so haben wir hier für Euch ein Rezept wie aus der alten Zeit. Einfach nachzumachen und kein Hexenwerk ist das Kräuterbrot mit Koriander, Kümmel und Gartenkräutern. Frisch gebacken schmeckt’s einfach märchenhaft!
Ein Zaubertrick: verhexter Pfeffer
Wollt Ihr auch mal ein bisschen „hexen“? Hier verrate ich euch einen ganz einfachen Zaubertrick. Ihr braucht dazu: 1 tiefen Teller gefüllt mit lauwarmem Wasser, Pfeffer gemahlen und Spülmittel. Zuerst streut ihr auf das Wasser großzügig und gleichmäßig Pfefferpulver. Dann müsst ihr heimlich auf den Zeigefinger ein paar Tropfen Spülmittel geben. Nun kommt natürlich ein Hexenspruch:
Pfeffer aus dem fernen Land
schwimm,
so schnell du kannst
zum Rand
Hex-Hex *
Dann steckt ihr den Finger in die Mitte des Tellers und siehe da – der Pfeffer „flieht“ an den Rand. Das kommt daher, dass das Spülmittel die Oberflächenspannung des Wassers durchbricht.
* Diese und weitere Anregungen findest Du auch in dem Buch: Die Reise in der Suppenschüssel von Sabine Bohlmann.