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Arzneipflanze der alten Klostergärten Wie Rosmarin und Salbei gehört Thymian in die Reihe mediterraner Gewürzkräuter. Von seinem Ursprungsgebiet aus, dem Mittelmeerraum, hat sich dieser seit dem frühen Mittelalter auch bei uns etabliert. Benediktinermönche brachten den duftenden Halbstrauch aus den sonnigen Gefilden im Handgepäck über die Alpen mit und bauten diesen in ihren Klostergärten an. Wichtig war den Ordensleuten doch zunächst weniger das herrliche Aroma, als vielmehr die umfassende Heilwirkung des Thymians. Wirkstoff mit breitem Nutzem Die heutige medizinische Nutzung des Thymians gründet sich auf seinen hohen Gehalt an ätherischem Öl sowie an Gerbstoffen und Flavonoiden (sekundäre Pflanzenstoffe). Das nach der Pflanze benannte Thymol, das bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts definiert wurde, ist der wert- und geruchsgebende Hauptbestandteil. Tausendsassa der Gesundheit In der Medizin gilt Thymian als Klassiker, speziell bei Katarrhen der oberen Atemwege, festsitzendem Husten sowie Bronchitis. Die Erfahrungsheilkunde nutzt hingegen ein noch breiteres Spektrum: äußerlich bei rheumatischen Beschwerden und Hautproblemen, innerlich bei Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit und Völlegefühl. Thymian wird in Form von Tee, Tinkturen, Fluidextrakten, Lösungen oder Badezusätzen eingesetzt. Schon die mittelalterliche Äbtissin und Heilkundige Hildegard von Bingen lobte die positiven Kräfte: „Thymian ist wärmend und trocknend ... Man nehme Thymian, die ganze Pflanze ... koche sie und bereite sich damit ein Schwitzbad, und dies gebrauche man oft...“.
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