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Teil 7: Wiesbaden
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International weniger präsent, aber nicht weniger interessant als der „große Bruder“ Frankfurt, zeigt sich die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden.
Schon die römischen Legionäre schätzten die Lage dieses Ortes am Fuß des Taunus und Ufer des Rheins, der sich so vom Militärposten durch den Ausbau der Thermen zur zivilen römischen Siedlung Aquae Mattiacorum entwickelte. Aus dieser Zeit wohl gründet sich der Ruf Wiesbadens als eines der ältesten Kurbäder Europas. In der Innenstadt finden sich noch heute 14 natriumchloridhaltige, heiße Thermalquellen, wovon einige auch öffentlich zugänglich sind. Sinnbild dieser Heilbäderkultur und Wahrzeichen des „Nizza des Nordens“ ist das Kurhaus, das zwischen 1904 und 1907 von Friedrich von Thiersch im Auftrag Kaiser Wilhelms II. errichtet wurde. Heute wird dieses stattliche Gebäude im neoklassizistischen Stil auch für Kongresse, Konferenzen und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Zudem befindet sich hier das berühmte Casino, das im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche gekrönte wie auch prominente Häupter anzog.
Rund um das elegante Kurhaus wird auch dem Gaumen einiges geboten. Vom Gourmetrestaurant über eine internationale Gastroszene bis hin zu gutbürgerlicher, regionaler Küche ist eine große Auswahl für jeden Gusto und Geldbeutel vorhanden. In den urgemütlichen Gaststätten der Altstadt kommen dann auch hessische Spezialitäten wie Tafelspitz mit grüner Sauce oder Handkäs mit Musik auf den Tisch. Gerne lässt man sich hier auch den guten Rheinwein oder ein leckeres Bier schmecken.
Wenn milde Frühlingslüfte wehen und die ersten Sonnenstrahlen blitzen, zieht es Einheimische wie auch Touristen in eine der zahlreichen Parkanlagen und Grünflächen zwischen Innenstadt und Taunushängen. Angefangen beim Kurpark über den „Warme Damm“ bis hin zum Neroberg, bieten diese grünen Inseln eine Oase der Entspannung und Besinnlichkeit mit altem Baumbestand, Bachläufen und Weihern.
Unser Wiesbaden Geheimtipp:
Süße Spezialität der Stadt sind Kunders Ananas-Törtchen. Diese aus Schokolade, Nougat, Marzipan, Ananas, Mandeln und nougatgefüllten Waffelböden hergestellte Leckerei, die 1902 der Konditormeister Fritz Kunder beim kaiserlichen Patentamt registrieren ließ, wird heute noch nach altem Rezept gefertigt und als kulinarisches Souvenir Wiesbadens in alle Welt verschickt.
Mit bunten Frühjahrsgrüßen
Ihr Ostmann-Team
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