Teil 2: Kurkuma – Gewürzkraft in Goldgelb

Verwandt mit dem Ingwer , da derselben Pflanzenfamilie (Zingiberaceae) zugehörig, ist die Kurkuma - bei uns ebenfalls als Gelbwurzel bekannt. Auch hier handelt es sich, wie beim Ingwer , um einen knolligen Wurzelstock (Rhizom), der sich im Erdreich mit fingerförmigen Seitentrieben verzweigt. 
In Süd- und Südostasien beheimatet, hat die Kurkuma (Curcuma longa) im Ursprungsgebiet schon früh eine hohe Wertschätzung als Speisewürze, Färbemittel sowie als Heilpflanze erfahren. In der indischen Volksheilkunde wird die heilige Pflanze seit über 4.000 Jahren und auch heute noch verwendet, zur Anregung des Verdauungsfeuers Agni, bei Problemen mit Leber, Galle und des Magens sowie äußerlich bei Hautirritationen oder Augenentzündungen. Wissenschaftlich belegt ist inzwischen die positive Wirkung der Kurkuma auf den Verdauungsprozess durch Steigerung der Magen- und Gallesaftsekretion. 
Wichtige Bestandteile der Gelbwurzel sind das ätherische Öl sowie die Curcuminoide, die Farbstoffe. Diese sind fett-, aber nicht wasserlöslich. Somit eignet sich Kurkumapulver ideal als intensives  Färbemittel für Speisen. In Indien symbolisiert der gelbe Wurzelstock das Sonnenlicht sowie große Energie und dementsprechend wird Kurkuma auch in verschiedenen traditionellen Ritualen des Hinduismus verwendet.

Gewürztipp:
  • Kurkuma

  • Rezepttipp:
  • Fischfilet in Kurkuma-Senf-Sauce
  • Hähnchen mit 5 Gewürzen

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