Teil 11: Schwerin

Deutschlands nordöstliches Bundesland Mecklenburg-Vorpommern überzeugt mit Natur pur, ob an der Küste oder im Binnenland. Dies spiegelt sich auch in der diesjährigen Bundesgartenschau (BUGA), deren Gastgeber noch bis zum 11. Oktober 2009 die Landeshauptstadt Schwerin ist.

Die BUGA überrascht diesmal die Besucher mit sieben Themenschwerpunkten. Angeordnet rund um das malerische Schweriner Schloss sind so verschiedene grüne Pflanzenstationen, u.a. auch ein Küchengarten zu sehen. Schon vor hundert Jahren vom fürstlichen Haushalt genutzt, zeigt dieser nun wieder eine Vielzahl an Nutzpflanzen, wie Gemüse, Kräuter, Wein, Beerensträucher und Obstbäume.

Frische, natürliche Zutaten aus der eigenen Region - dieses Merkmal prägt auch heute wieder die Küche Mecklenburg-Vorpommerns. Fisch in zahlreichen Varianten, wie etwa Zanderfilets auf Grünkohl mit Rosinen, Klopfschinken mit Stampfkartoffeln oder Mecklenburger Fliederbeersuppe mit Orangen-Grießklüte gehören hier zur leckeren Hausmannskost.

Ob traditionsreiche mecklenburgische Spezialitäten oder moderne, neue Küche, Schwerin bietet köstliche Gaumenfreuden in historischen Gemäuern und an lauschigen Plätzen, wie etwa dem altstädtischen Markt. Dort finden sich auch das sehenswerte Rathaus im nostalgischen Tudorstil, das Löwendenkmal und das imposante Säulengebäude, die frühere Markthalle. Nicht weit davon ragt der gotische Dom mit seinem 117 m hohen Turm empor, von dessen Besuchsplattform sich die Altstadt Schwerins aus der Vogelperspektive zeigt.
Von hier breitet sich auch der beliebte Pfaffenteich in der Altstadt aus. Um einen im 13. Jahrhundert künstlich angelegten Mühlenteich gruppieren sich zahlreiche Gebäude in stilvoller Architektur. Die Lindenpromenade lädt rund um den Pfaffenteich zum Spaziergang und die Terrassen zum Verweilen ein. Verbunden sind die Ufer dieses Gewässers mit einer kleinen Fähre, die an vier Stationen Halt macht.
Das Wasser dominiert das Wesen dieser Stadtlandschaft. So ist der 63 qm große, buchtenreiche Schweriner See, mit vielen kleinen Seen und Flüssen verbunden, ein Ort der Erholung fernab jeglichen Massentourismus. Am Südufer entstand hier auch das Freilichtmuseum Mueß, ein liebevoll restauriertes Dorf des 18. Jahrhunderts.
Schwerin ist so immer einen Besuch wert – ob zu Land oder zu Wasser.

Unser Schwerin Geheimtipp:
Wo sonst der Landtag sich berät, sind auch Besucher willkommen – im Schweriner Schloss. Neben Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts hat das Schloss der Sage nach noch ein echtes Kuriosum zu bieten: ein eigenes Spukgespenst, das „Petermännchen“. Dieses soll mit seinem Erscheinen auch gute oder schlechte Ereignisse ankündigen.

Geöffnet hat das Schlossmuseum Schwerin in der Lennéstr. 1 täglich von 10 – 18 Uhr.

Gewürztipp:
  • Pfeffer
  • Muskatnuß und Muskatblüte
  • Vanille
  • Nelken
  • Zimt

  • Rezepttipp:
  • Mecklenburger Fliederbeersuppe mit Orangen-Grießklüten
  • Zanderfilets auf Grünkohl mit Rosinen

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