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Teil 10: Anis – kleines Fruchtkorn mit großer Wirkung

Zwei ungleiche Namensvettern

Im Geschmack sehr ähnlich – bedingt durch gleiche Inhaltsstoffe wie Anethol – haben Anis und Sternanis botanisch nichts gemeinsam. Sternanis ist die Frucht eines chinesischen Mahagonigewächses, des Illicium verum. Hingegen stammt Anis, der zu der Familie der Doldenblütler gezählt wird, von der einjährigen Pflanze Pimpinella anisum.
 
Würzige Spaltfrüchte

Als Gewürz mit süßlichem Aroma und leicht lakritzartigem Geschmack werden die kleinen, getrockneten Früchte der Anispflanze genutzt. Diese passen zu zahlreichen Speisen, ob Fisch, Geflügel oder Fleisch, auch zu Gebäck und eignen sich besonders als Beigabe für schwerverdauliche Gerichte wie Rotkohl.
 
Tröster in der Not

Anis hat als Heilpflanze auch im europäischen Kulturraum eine lange Tradition und zählt hier zu den ältesten Gewürzen überhaupt. Zum Einsatz kam dieses Fruchtgewürz bereits in der Antike sowie im Mittelalter bei Verdauungsbeschwerden oder Erkältungskrankheiten, aber auch zur Bekämpfung der „Melancholie“. Heute nutzt ebenso die Aromalehre das ätherische Öl des Anis’ zur Beruhigung und Förderung des Schlafes. In der modernen Heilkunde findet Anis seine Berechtigung im Magen-Darm-Bereich zur Linderung von Krämpfen und Blähungen, aber auch bei festsitzendem Husten.

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  Gewürze zum Wohlfühlen

Entspannung vor dem Zubettgehen verspricht ein Becher heiße Milch, gesüßt mit Honig und gewürzt mit einer Prise gemahlenem Anis.
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